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Okklusion
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Bei vielen Menschen fordert die Okklusion der Zähne dem Bewegungssystem des Unterkiefer eine gewisse Akkommodation ab, sie haben aber kein Problem damit, denn ihre adaptiven Reserven werden hierdurch kaum beeinträchtigt. Vielleicht bildet der individuelle Patient, der gerade den Rat seines Zahnarztes sucht, hier aber auch eine Ausnahme und seine Nacken und/oder Kopfschmerzen werden tatsächlich von einer ungünstigen Okklusion unterhalten!

Ohne adaptive Reserven und Stressoren im Detail zu erforschen, lässt sich hier mit dem Aqualizer differenzieren, ob ein Zusammenhang mit der Okklusion besteht oder nicht. Hierfür wird einfach der Aqualizer länger getragen, um der Symptomatik Zeit zu geben, zu reagieren. Hierfür ist in der Regel eine mehrstündige Tragedauer erforderlich, oder auch das Tragen des Aqualizers während der Nachtruhe.

Nach einer Woche Probezeit setzt sich der Patient mit seinem Behandler in Verbindung, und nun sind folgende Beobachtungen denkbar:

  • Nach Tragen des Aqualizers sind die Beschwerden erkennbar gemildert, jedoch bauen sie sich erneut auf, wenn der Aqualizer nicht getragen wird. Dies ist ein klarer Hinweis auf ein Wechselspiel zwischen Okklusion und Symptomatik. Der Patient dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Okklusaltherapie mit entsprechenden Behelfen profitieren.
     
  • Das Tragen des Aqualizer beeinflusst die Symptomatik in keiner Weise. Hier ist eine Okklusaltherapie mit Bissbehelfen wahrscheinlich kontraindiziert, denn der Patient kann, zumindest im Moment, nicht auf eine okklusale Veränderung reagieren.
     
  • Das Tragen des Aqualizer verschlimmert die Symptome, oder löst neue Symptome aus. Hier wurde der Aqualizer vielleicht zu hoch gewählt. Wenn ein interokklusales Gerät den Biss zu sehr sperrt, so ist die Reaktion auf diese Störung meist das Pressen. Hierdurch kann die Muskulatur erschöpft werden, Zähne werden sensibel, etc. Wurde bereits mit einem relativ niedrigen Aqualizer experimentiert, so liegt im Patienten wahrscheinlich ein Hang zum Pressen vor. Bei Pressern im Allgemeinen ist die Prognose für die Okklusaltherapie mit volladjustierten Behelfen eher verhalten, und wenn man sie dennoch versucht, so empfiehlt es sich, den Biss dabei möglichst wenig zu heben.

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Stand: 03.09.07