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Fernwirkungen

 

Ein aufgrund seiner Einfachheit besonders eindrücklicher Test von Fernwirkungen wurde von dem in Italien praktizierenden Chiropraktiker Dr. Jean-Pierre Meersseman* beschrieben. Dabei wird eine evtl. vorliegende Beckenfehlstellung erfasst und erneut nachgeprüft, nachdem die Okklusion im Bereich des Kauzentrums durch mehrere Papierstreifen, oder einen Holzspatel, gesperrt wurde. Wird durch eine veränderte okklusale Sensorik die Stellung , bzw. Funktion des Beckens beeinflusst, so liegt der Schluss nahe, dass ein Zusammenhang zwischen einer Fehlstellung der Okklusion und der im Beckengürtel besteht.

Mit dem Aqualizer kann man, auf dem Prinzip des Meersseman-Tests aufsetzend, wesentlich weit reichender testen. Sind vor allem nach einer längeren Tagezeit des Aqualizer, z. B. nach einigen Tagen, Veränderungen in anderen Teilen der Haltungskette klar erkennbar, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass tiefere Segmente der Haltungskette für den Fehlbiss kompensieren müssen, dass also eine so genannte „deszendierende“ Störung vorliegt. Hier stünde zu erwarten, dass eine entsprechende Okklusaltherapie dem Patienten Linderung seiner Beschwerden über den orofazialen Bereich hinaus verschafft. Die Ergänzung der Okklusaltherapie durch die Physiotherapie wäre hier nicht zwanghaft nötig. Anders, wenn Fehlfunktionen in der Haltungskette nicht auf den okklusalen Ausgleich reagieren: Hier ist die Physiotherapie erforderlich, oft sogar primär erforderlich, damit eine neuromuskulär harmonische Bisslage überhaupt bestimmt werden kann.

*Meersseman J-P: Chiropratica: Red/Studio Redazionale, 2003

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Stand: 21.06.08