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Anwendung - Therapie - Myozentrik

 

 

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Myozentrik

 

Der Unterschied zwischen der myozentrischen Vorgehensweise und anderen Verfahren liegt darin, dass der Behandler nicht davon ausgeht, dass die mechanischen Eigenschaften der Kiefergelenke ausschlaggebend dafür sind, wo die optimale Bisslage eingerichtet werden sollte, sondern er versucht diese passend zur neuromuskulären Steuerung einzustellen. Hierfür müssen aber neuromuskuläre Fehlsteuerungen (die Gewohnheit, den Biss zu treffen, auch wenn dies eine unausgeglichene Muskelaktivität erforderlich macht) vorher beseitigt werden. Dies geschieht auf zwei Ebenen, welche beide unverzichtbare Bestandteile der Myozentrik sind:

1. Entspannung der Kaumuskulatur durch eine spezielle, niederfrequent applizierte TENS-Therapie, um den Muskeltonus auszugleichen (und somit auch die Muskelzüge am Unterkiefer).

2. Deprogrammierung der habituellen Okklusalposition: Der Körper ist bestrebt, die tiefste Interkuspidation der Zähne möglichst spontan und fehlerfrei zu treffen. Hierfür bilden sich so genannte Engramme in der neuromuskulären Steuerung, die mit jedem Biss immer wieder feinkorrigiert werden. So lange diese Programmierung der Kaumuskulatur nicht gelöscht ist, zielt jede voluntäre Schließbewegung dorthin, wo die interkuspidale Position vermutet wird. Deshalb wird muss während der TENS-Therapie etwas zwischen die Zähne gelegt werden, was die Einnahme der "Zentrik" verhindert, und was gleichzeitig eine möglichst neutrale und deflektionsfreie Abstützung des Unterkiefers ermöglicht. Hier funktioniert der Aqualizer wesentlich besser, als Wachse, Watterollen, o. ä..

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Stand: 03.09.07