


| | Der Vorzug des Aqualizers gegenüber anderen einfachen Mitteln für die Bisssperrung (z. B. Watterollen) liegt zum einen darin, dass dieser relativ bequem auch über längere Zeiträume getragen werden kann, zum anderen darin, dass der Biss nicht nur irgendwie gesperrt wird, sondern gleichzeitig der Anlagedruck zwischen den Seitenzähnen egalisiert wird. Die besondere Form des Aqualizer hilft dabei, sicherzustellen, dass der Lippenschluss nicht gestört ist und dass keine Anstrengung unternommen werden muss, um die Wasserpolster zwischen den Zähnen zu halten, da dies passiv durch die Anlage der Wangen geschieht. Gleichzeitig werden durch den Aqualizer keine dysfunktionellen Muster trainiert, wie dies z. B. bei Behelfen mit reduzierter Auflage auf den Schneidezähne unter Umständen der Fall ist. Beim Schlucken muss der Unterkiefer solide abgestützt werden, um ein Widerlager für die sequenziellen Muskelzüge zu bieten. Verhindert man eine solche Abstützung, so kann es z. B. zur Einlagerung der Zunge zwischen die Seitenzähne kommen, dem so genannten „Zungenschlucken“, eine Dysfunktion, durch welche ein instabiler Biss entstehen kann. Der Aqualizer erlaubt die Abstützung des Unterkiefers im Kauzentrum und hat auf die Funktionsmuster beim Schlucken eher positiven als negativen Einfluss. Dennoch entfällt durch den Aqualizer die hartgewebliche Verschlüsselung in der Okklusion, was auf lange Dauer eine Destabilisierung der Zahnstellung zur Folge haben kann. Der Aqualizer ist daher nicht als definitives Therapeutikum zu sehen, sondern eher als ein Wegbereiter für die definitive Therapie. |